20.02.2017

Freaks und Freunde - Februar/März 2017 - N°2 The Manson Family

The Manson Family (Opera)
von John Moran

präsentiert von der JuWie Dance Company

Philip Glass war sein Mentor, der Boston Globe bezeich¬nete ihn als „Mozart unserer Tage“. In seinen Opern ar¬beitete er mit Uma Thurman, Iggy Pop und Allen Gins¬berg zusammen. Jetzt bringt der US-amerikanische Komponist John Moran seine Oper The Manson Family in einer neuen Fassung in Dresden auf die Bühne. 
Hier hat er sich derzeit niedergelassen, wir unterstützen uns gegenseitig bei unserer Arbeit, John Moran ist eine große Bereicherung für unser Künstlernetzwerk und hoffen auf viele interssante Projekte.
Die Manson-Familie sind jene amoklaufenden Blumenkinder, die im Sommer 1969 sieben Menschen bestialisch abschlachteten. John Moran entwickelte aus dem Stoff eine faszinierend-alptraumartige Mischung aus Rockoper und theatralischer Toncollage – eine schwarze Messe, in der die Beatles als die vier Engel der Apokalypse auftreten und Manson als Vollstrecker des Jüngsten Gerichts.

mit
Inez Schaefer / Jule Oeft / Tobias Herzz Hallbauer / John Moran / Constanze Friedel

16. März 2017 20 Uhr
Festspielhaus Hellerau Dresden

JETZT TICKETS RESSERVIEREN ODER SCHON KAUFEN:
+49 351 26462 46
www.hellerau.org

Weitere Spieltermine sind vom 18.-20.Mai 2017 in der Schaubühne Lindenfels in Leipzig und am 01.10.2017 im Rahmen unserer FREAKSTADT N°4 im Societaetstheater Dresden.

17.02.2017

Freaks und Freunde - Februar/März 2017 - N°1 Känguru-Chroniken

Liebe Freunde der unbequemen Unterhaltung!

Während Freaks und Fremde bis Anfang März Spielpause machen, werden viele neue Projekte geplant, heiße Gespräche geführt, wir unterrichten Studenten und unterstützen Kollegen und künstlerische Partner bei Ihren Vorhaben - Freaks und Freunde eben.


Eines dieser Projekte ist die Inszenierung der "Känguru-Chroniken" von Marc-Uwe Kling am Hoftheater Dresden. Unser langjähriger Kollege und Freund, der Puppenspieler Dirk Neumann, hat sich den antikaplitalistischen Bestseller vorgenommen, mit dem der Autor eine Menge Kohle macht. Er setzt sich dem WG-Leben mit dem kommunistischen Känguru aus - hier in Gestalt einer herrlichen Puppe, gebaut von Marita Bauchmeier und Christian Werdin.


Premiere am 17.02.2017 um 20.00 Uhr im Hoftheater Dresden
Weitere Vorstellungen: 10.03. / 25.03. / 28.04.2017
Zusatztermine: 16.03. / 13.04.2017
Tickets gibts hier: 0351 / 2506150 oder service@hoftheater-dresden.de oder an den Vorverkaufskassen Schillergalerie und SZ-Ticketservice Karstadt

DAS STÜCK:
In einer WG geht es heiß her: politische Diskussionen, Grabenkämpfe ums Badputzen und die Wahl des Fernsehprogramms. In die Junggesellenbude auf der Hoftheater-Bühne platzt ein Känguru – unvermittelt und mit großem Schwung aus Australien, nee – Vietnam, nee – direkt aus der alten DDR … Soweit so niedlich, doch der australische Besuch hat es faustdick hinter den Ohren. Er stellt die Welt des anschaffenden, nee – freischaffenden Theatermachers auf den Kopf. Das Känguru entwickelt eine geradezu erotische Sucht nach Schnapspralinen, ist überzeugter Kommunist, Teil der jüdisch-bolschewistischen Weltverschwörung und steht total auf Nirvana, nee – nicht das Jenseits – die Band natürlich.
Das ungleiche Paar durchstreift geistesgeblitzt den unwegsamen Kosmos Weltall-Erde-Känguru zwischen Wohnungstür und Kühlschrank. Es setzt an zur letzten Rebellion gegen den Terror der Normalität, gegen die Fesseln der Internet-Verschwörung und die dunklen Mächte von Lebensmittelkonzernen. Dabei stolpern sie mitunter gewaltig und verheddern sich in den eigenen Gewohnheiten. Aber das Programm stimmt – gründen auch Sie asoziale Netzwerke und schmökern mal wieder in Lafarques „Das Recht auf Faulheit“.
„Die Känguru-Chroniken“ aus der Feder von Marc-Uwe Kling haben, vor allem in seiner Hörbuchfassung, schon längst die Wohnzimmer der Republik besetzt. Selbst Zehnjährige rufen aus ihren Kinderzimmern: „Mein, Dein – das sind doch bürgerliche Kategorien!“, wenn Mutti ihren Deo-Roller sucht. Und aufgeklärte Papis laufen rot an, wenn der sechsjährige Schützling fröhlich "Hitler Terror Ficken" rufend durchs Gelände rennt.
Nun endlich in Dresden auf der Bühne für alle von 10 bis 100 – Puppenspieler und Känguru nehmen den Kampf auf gegen den Terror der Tristesse und der Blödheit, gegen die Zumutungen des Ministeriums für Produktivität, gegen die fiesen Verführungen des Internets, gegen die Nachbarin mit dem Hitlerbärtchen, gegen Lidl, Nestlé, Amazon und das ganze Schweinesystem ... so viel steht fest: Es ist ein ewiger Kampf!

TEAM:
Es spielt: Dirk Neumann
Fassung und Regie: Heiki Ikkola
Ausstattung: Sabine Köhler
Puppenbau: Marita Bachmaier und Christian Werdin

Gefördert durch die Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz.
Fotos: Robert Jentzsch

Frühling - Spring Time - Primavera



UNRUHE. LOVE AND CHAOS.
Das muss der Frühling sein.


08.02.2017

2017 im Societaetstheater: Jeden Monat FREAKSTADT! - Und andere erfreuliche Neuigkeiten!


Liebe Freunde der unbequemen Unterhaltung! 

Was ist der Schnee von gestern gegen die herrlich bizarren Klänge einer noch zu komponierenden Zukunftsmusik!?
Ab April 2017 erbauen wir monatlich einmal im Dresdner Societaetstheater die FREAKSTADT!
Wir haben mit der Leitung des Societaetstheaters beschlossen, dass Cie. Freaks und Fremde nach der Wiedereröffnung des sanierten Societaetstheaters Dresden ab April 2017 dort ein monatliches Format gestalten wird, in dem wir unsere Produktionen zeigen, gemeinsam mit künstlerischen Gästen und Zuschauern experimentieren, forschen und Grenzen zerdehnen, Texte neu entdecken, dem Societaetstheater eine bisher ungeahnte Note hinzuwürzen. - Theater, Musik, Diskurs, Unterhaltung und Überforderung vier Tage am Stück - jeden Monat neu.

Unter dem Motto ANKUNFT IM PARADIES läßt die FREAKSTADT N°1 vom 27. bis 30.April 2017 ihre Zugbrücken herunter und lädt zum TheaterDiskursRummel mit wunderbaren Künstlern und Künstlerinnen.
Mit dabei sein werden im April: 
Ahsan Nadeem Sheikh, Ariella Hirshfeld, Daniel Williams, Heiki Ikkola, John Moran, Josia Werth, Jule Oeft, Momo Ekissi,  Sabine Köhler, Tobias Herzz Hallbauer - und als besondere Gäste das Team von "Karaoke mit Gott" um die wunderbare Puppenspielerin Suse Wächter!

Freakstadt N°2 dann unter dem Thema Heimat, Erinnern mit Ahsan Nadeem Sheikh, Frieder Zimmermann, Yamile Navarro, Daniel Williams, Sabine Köhler und Heiki Ikkola / und special guests BOBO & HERZFELD! 18.-21.05.2017.

Schon jetzt auf den Frühling freuen! Wir freuen uns auf unser Publikum! Neuigkeiten aus der FREAKSTADT gibt es stets auf unserem Blog! So, save the date and stay tuned!


Hören Sie rein - "Freakstadt" von Sønderling - die Hymne zur Reihe! 

Zudem gibt es weitere erfreuliche Neuigkeiten -
die Cie. Freaks und Fremde erhält ab 2017 von der Landeshauptstadt Dresden eine institutionelle Förderung. 
Das neue Projekt "Dracula" wird zudem von Stadt und Land gefördert! 

03.02.2017

Freaks und Fremde in der Brotfabrik Bonn

Liebe Freunde der unbequemen Unterhaltung! 
Eine lange Freundschaft verbindet uns mit dem Theater in der Brotfabrik Bonn, seit 2004 zeigen unsere neue Arbeiten in Bonn,  manche Dauerbrenner kommen immer wieder. Es gibt einige wenige Veranstalter, die sich neben ihrem Auftrag als Kulturvermittler für die Region auch als Förderer der Theater begreifen, die sie einladen, begreifen - Jürgen Becker als künstlerischer Leiter des Theaters in der Brotfabrik Bonn gehört unbedingt dazu. Wir danken für die kontinuierliche Zusammenarbeit, für viel Verständnis und nicht versiegende Neugier!

Anfang März sind mir mit einigen Vorstellungen zu Gast, die sich an die ganze Familie richten und freuen uns auf unser Bonner Publikum.


Sonntag, 05.März 2017 um 11.00 Uhr
Bühne in der Brotfabrik Bonn

DIE GESCHICHTE VOM FUCHS, DER DEN VERSTAND VERLOR

Ein Theaterstück nach dem Buch von Martin Baltscheit über das Altwerden, das Vergessen, über gelebtes Leben und das, was bleibt.
Eine Koproduktion mit dem Comedia Theater Köln.


Das Projekt:
Es war einmal ein Fuchs, der wusste alles, was ein Fuchs so wissen muss. Wer alles weiß, kann lange leben, dachte der Fuchs, und lebte ein langes Leben voller Abenteuer. Dann aber fing er an zu vergessen, dass er ein Fuchs war…
Wir sind nicht allein auf der Welt und müssen zusammenhalten. Niemand weiß das besser als der Fuchs, der in die Jahre gekommen ist. - Die jungen Füchse sorgten für ihn, als er alt wurde und heilten seine Wunden. Nur seinen Verstand, den heilten sie nicht, denn den hatte der Fuchs verloren und keiner wusste genau wo …
Die neue Theaterinszenierung der Compagnie Freaks und Fremde erzählt spielerisch, voller Feinsinn und mit erhellendem Humor eine Geschichte über das Altern und Vergessen, über Schwierigkeiten und Möglichkeiten im Umgang miteinander, wenn die Erinnerungen versagen und die Welt Kopf steht. Dabei machen sich die Theatermacher zunutze, dass die Alltagserfahrungen von Kindern der Wahrnehmung von Welt alter Menschen oft viel näher sind als man denkt. 
Das Team:
Spiel / Idee / Ausstattung: Sabine Köhler und Heiki Ikkola
Musik: Frieder Zimmermann
Licht: Josia Werth
Künstlerische Mitarbeit: Jutta M. Staerk, Rüdiger Pape, Max Reiniger


Der Autor Martin Baltscheit zu unserer Umsetzung seines preisgekrönten Buches:

"Wer Bilderbücher macht, fürchtet die Theateraufführung zu diesen Büchern, weil er Angst hat, sein Buch nicht wieder zu erkennen, oder aber zu viel davon wieder zu erkennen und nicht überrascht zu werden. - Der Autor ist ein eitler Mann, der sich selbst für unerreicht und über alle Maßen herrlich hält und es kaum erträgt, wenn etwas besser oder schlechter ist als er selbst.
Dann aber passiert es, dass er ein Stück sieht, entstanden aus einer Geschichte seiner Bücher und er berührt wird. Er sieht seine Arbeit und noch etwas anderes, etwas Verborgenes, kleine und große Wunder, von denen er nichts wusste. Er sieht ein Stück und denkt nicht in besser und schlechter, er denkt etwas Neues. Er wird ein Zuschauer der ersten Minute und demütig.
Er ist durch und durch inspiriert von der Arbeit der Zaubermeister des Theaters und nimmt mehr nach Hause, als er beabsichtigt hatte. - Lieber Heiki, liebe Sabine, vielen Dank für die wunderbare Arbeit an dem Fuchs, der den Verstand verlor." 
(Martin Baltscheit, 02.09.2012)

Außerdem spielen wir den Dauerbrenner  "Die Gebrüder Grimmig spielen der Wolf und die sieben Geisslein" mit Hanno Wuckasch und Heiki Ikkola!
04.März 2017 um 12.00 Uhr in der Außenspielstätte im Begegnungszentrum Bonn-Dransdorf.
05.März 2017 um 16.00 Uhr / 06.März 2017 um 10.00 Uhr in der Brotfabrik Bonn.

Auch der neueste Streich der Gebrüder Grimmig ist zu sehen, "Die Gebrüder Grimmig spielen den Verstiefelten Kater". 
04.März 2017 um 15.00 Uhr in der Außenspielstätte im Begegnungszentrum Bonn-Dransdorf.
08.März 2017 um 11.00 Uhr beim Figurentheaterfestival in Sinsheim.





10.01.2017

Die Geschichte vom Fuchs, der den Verstand verlor. Auf Tour in der Schweiz.

DIE GESCHICHTE VOM FUCHS, DER DEN VERSTAND VERLOR
Ein Theaterstück nach dem Buch von Martin Baltscheit über das Altwerden, das Vergessen, über gelebtes Leben und das, was bleibt.
Eine Koproduktion von Cie. Freaks und Fremde
mit dem Comedia Theater Köln.


15./16.Januar 2017
Theater Fabriggli Buchs (CH)   
 
Das Projekt:
Es war einmal ein Fuchs, der wusste alles, was ein Fuchs so wissen muss. Wer alles weiß, kann lange leben, dachte der Fuchs, und lebte ein langes Leben voller Abenteuer. Dann aber fing er an zu vergessen, dass er ein Fuchs war…
Wir sind nicht allein auf der Welt und müssen zusammenhalten. Niemand weiß das besser als der Fuchs, der in die Jahre gekommen ist. - Die jungen Füchse sorgten für ihn, als er alt wurde und heilten seine Wunden. Nur seinen Verstand, den heilten sie nicht, denn den hatte der Fuchs verloren und keiner wusste genau wo …
Die neue Theaterinszenierung der Compagnie Freaks und Fremde erzählt spielerisch, voller Feinsinn und mit erhellendem Humor eine Geschichte über das Altern und Vergessen, über Schwierigkeiten und Möglichkeiten im Umgang miteinander, wenn die Erinnerungen versagen und die Welt Kopf steht.

Das Projekt-Team
Idee, Ausstattung, Spiel      Sabine Köhler, Heiki Ikkola
Musik                                   Frieder Zimmermann
Mitarbeit Regie                    Rüdiger Pape
Dramaturgie                         Jutta M. Staerk 
Licht                                     Josia Werth
Produktionsassistenz           Max Reiniger
Fotos                                    Jean Sebastian Nass

Diese Inszenierung wurde gefördert durch den Fonds Darstellende Künste, die Robert-Bosch-Stiftung, die Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank, die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, das Land NRW aus Mitteln des Projektes Workspace. Herzlichen Dank an das Societaetstheater Dresden und die Schaubude Berlin.

Resonanzen:

„Mit der „Geschichte vom Fuchs, der den Verstand verlor“ schuf Martin Baltscheit ein Bilderbuch, wie es in Deutschland nur selten gelingt. Humor und Melancholie sind im Ton perfekt abgemischt. (...) Keine leichte Aufgabe, dieses Meisterwerk auf die Bühne des Theaters zu holen. Heiki Ikkola, Sabine Köhler und der Musiker Frieder Zimmermann haben es gewagt und schließlich auch gewonnen.“
(KÖLNISCHE RUNDSCHAU)

„Es ist eine Geschichte über das Altern, das Vergessen und das Leben damit, die die Darsteller Heiki Ikkola und Sabine Köhler, unterstützt von Frieder Zimmermann, der das Stück musikalisch untermalt, wunderbar emotional auf die Bühne bringen. Den Bogen zwischen dem jovialen Draufgänger bis zum gebrochenen Senior spannen die beiden mit ihren lebensechten Fuchsfiguren perfekt.“
(KÖLNER STADT-ANZEIGER)

„Bisher dachte ich, ich lache lieber im Theater, aber bei Euch habe ich auch gerne geweint. Es war eine beeindruckende Vorstellung. Danke.“
 (Tine Baltscheit in unserem Gästebuch)

"Wer Bilderbücher macht, fürchtet die Theateraufführung zu diesen Büchern, weil er Angst hat, sein Buch nicht wieder zu erkennen, oder aber zu viel davon wieder zu erkennen und nicht überrascht zu werden.
Der Autor ist ein eitler Mann, der sich selbst für unerreicht und über alle Maßen herrlich hält und es kaum erträgt, wenn etwas besser oder schlechter ist als er selbst.
Dann aber passiert es, dass er ein Stück sieht, entstanden aus einer Geschichte seiner Bücher und er berührt wird. Er sieht seine Arbeit und noch etwas anderes, etwas Verborgenes, kleine und große Wunder, von denen er 2nichts wusste. Er sieht ein Stück und denkt nicht in besser und schlechter, er denkt etwas Neues. Er wird ein Zuschauer der ersten Minute und demütig.
Er ist durch und durch inspiriert von der Arbeit der Zaubermeister des Theaters und nimmt mehr nach Hause, als er beabsichtigt hatte. - Lieber Heiki, liebe Sabine, vielen Dank für die wunderbare Arbeit an dem Fuchs, der den Verstand verlor."
(Martin Baltscheit,)

„Herzlichen Glückwunsch zu der gelungenen Aufführung des Stückes, dem ich noch viele erfolgreiche Vorstellungen wünsche. Die Sorgfalt und souveräne Präsentation der zahlreichen gewählten Mittel, die Musikalität im Ausdruck von Körpern, Stimme und Objekten, die Klugheit im Umgang mit der Textvorlage und der live-performance-Situation haben einen starken Eindruck bei mir hinterlassen. So wie Sie das machen, so wie Ihr das macht, kann, soll (ja müsste eigentlich) gutes Kindertheater sein.“
(Helmut Wenderoth, KRESCH Theater Krefeld)

„Wenn die Zeit Risse bekommt. - Der Düsseldorfer Autor Martin Baltscheit hat diese Geschichte 2010 aufgeschrieben und das Problem der Demenz mit hintersinnigem Witz, Einfühlungsvermögen und leichter Melancholie durchsetzt. In seinen besten Jahren gibt der schlaue Fuchs seine Erfahrungen an die Jungen weiter, wird schließlich alt und vergesslich, bis er vom Baum fällt. Nun höhnen diejenigen, die einst gewaltigen Respekt vor ihm hatten, die jungen Füchse aber pflegen ihn. 
Heiki Ikkola und Sabine Köhler (Cie. Freaks und Fremde) haben ein fantasievolles Spiel entfaltet, das mit einfachen Mitteln lebendiges Theater bietet. Wie jeder kleine Auftritt präzise durchgearbeitet ist, wie jede Geste sitzt, wie auf wundersame Weise Illusionen entstehen, wenn der kranke Fuchs plötzlich beweglich ist, das alles wird von den beiden Darstellern mit vollendeter Körperbeherrschung und feinsinnigem Humor auf die Bühne gebracht. Auf einer großen Uhr schnurrt die Lebenszeit ab, am Schluss fehlen Zeiger und Zifferblatt, die Zeit bekommt Risse.
Beginnend mit einem mehrsätzigen Foxtrott, der das Geschehen tänzerisch mitreißend antizipiert, erklingt durchgängig Musik, neben Wort und pantomimischem Spiel das dritte gleichberechtigte Element im Stück. Frieder Zimmermann spielt auf der Gitarre, nur durch wenige Hilfsmittel wie ein Loopgerät ergänzt. Die Klänge geben den Szenen das Tempo vor, Töne und Geräusche illustrieren die Episoden, z. B. eine köstliche Verfolgungsjagd mit Hunden, denen der Fuchs schlau entgeht. Freche oder nachdenkliche Lieder reflektieren die jeweilige dramatische Situation. Und deren erlebt der Fuchs sehr viele, bis ihm allmählich die Realität abhanden kommt. Dieser Vorgang ist sehr berührend und ohne jegliche Häme dargestellt. Hier liegt die Stärke des Stückes, das Kindern wie Erwachsenen eine schleichende Altersvergesslichkeit, die sich zur Alzheimerkrankheit ausweitet, theatralisch verdeutlicht.“
(Reiner Zimmermann  - „Musik in Dresden“)



01.01.2017

BOWIE 70!!! - "Loving The Alien" am 08.Januar 2017 im BEATPOL Dresden

Ein Jahr nach dem Erscheinen seines letzten Albums "Black Star" und seinem überraschenden Tod zelebrieren wir im Beatpol Dresden den 70.Geburtstag von DAVID BOWIE!


"LOVING THE ALIEN. Eine Landung auf dem Planeten Erde mit Songs von David Bowie." ist eine Konzert-Performance der Cie. Freaks und Fremde mit dem wunderbaren Sønderling.
 
8.Januar 2017 // Beatpol Dresden
Doors open: 19.30 Uhr
Start: 20.00 Uhr

Tickets gibts ab 28.11.2016 online!
15,00 € VVK / 18,00 € Abendkasse.
Lets celebrate!

Wir landen auf der Erde und schauen uns um – „believing the strangest things – loving the alien …“




[...] die Freaks meiden Beliebigkeit wie Klamauk und bieten immer ein körperlich-ehrliches, oft nachdenkliches, manchmal verstörendes Bühnenerlebnis, bei dem Zuschauen und -hören generell Freude macht. Und sie taugen dank packender Musik und unendlichem szenischem Ideenreichtum gut als Theater-Einstiegsdroge für junge Menschen. Dazu haben sie sich einen sehr musikalischen Sonderling auf die Bühne geholt [...] ein überbordendes Spiel aus Tanz, Mimik, Text und Gesang [...] Eine metaphorisch aufgeladene Performance als Bilderrausch.
(SAX Stadtmagazin)


https://vimeo.com/148996709
TRAILER

23.12.2016

2017 - LOVE AND CHAOS TO EVERYBODY!


Liebe Freunde der unbequemen Unterhaltung, werte Kritiker, Kollegen, Helfer, Förderer und liebe Verwandte, die Ihr im letzten Jahr wie so oft wieder zu kurz gekommen seid!

Ein wildes, berauschendes, produktives, wunderbares und zugleich brutales wie beschissenes Jahr zieht seinem Ende entgegen. Uns hat es von einem Ende der Welt zum anderen geweht. Wir jagen weiter Bildern und Ideen hinterher, die utopisch und uneinlösbar anmuten, aber ohne deren Versprechen wir gänzlich haltlos durchs All trudeln würden. - Die vorweihnachtlichen Konsumgeschwader, die wachsende Salonfähigkeit von Worten wie Abschiebung, Lager und Festung, die schmerzhaft anschwellende Xenophobie nicht nur hier im Dresdner Elbtal, über 5.000 Tote im Mittelmeer in diesem Jahr, zerschossene Kultur, zerbombtes Leben in den Gegenden, in denen unsere merkwürdige Zivilisation ihre wunderbaren Wurzeln hat, die Ausläufer dieser Konflikte, die mitten in unsere sicher geglaubte Wohlstandsblase zielen ... all das sollte uns weder Angst noch panisch machen; vielmehr sollte es uns ermutigen, über unseren eigenen Schatten zu springen, Dinge zu tun, die wir eigentlich schon immer machen wollten, aber nie den Mut, die Kraft, die Courage dafür aufbrachten; es sollte uns ermutigen, wieder Zukunftsvisionen zu haben, Zukunft zu denken, Gesellschaftsmodelle zu entwerfen, danach zu fragen, wie wir leben wollen, miteinander leben auf diesem ziemlich geschundenen und doch immer noch faszinierenden Planeten. Was wollen wir erhalten und was dringend wegschmeißen? Was soll das eigentlich sein: unsere Freiheit? Können und wollen wir sie anderen vorenthalten, sie weiter auf Kosten anderer in Anspruch nehmen? Braucht diese Freiheit Grenzen? Muss unser Denken nicht grenzenlos werden? - Es gibt so viel zu fragen, zu verzweifeln, zu hoffen, zu lernen, zu schreien, und es braucht etwas Stille zum Nachdenken, Lesen, Schreiben, Schweigen und In-den-Nachthimmel-schauen. 
Dafür wünschen wir Ihnen und Euch allen Zeit und Muße zwischen den Jahren. Wir hoffen sehr, Euch und Sie alle 2017 gutes Mutes und gesund wiederzutreffen.
Special wishes and regards to all our friends in Teheran, Bogotá, Calí, Medellin, Praha, Lahore, El Kef, Tunis, Singapore, Melbourne, Broumov, St.Petersburg, Tel Aviv ... 

Love and Chaos to everybody.
Cie. Freaks und Fremde



Erste Vorstellung im Neuen Jahr: 
"Loving The Alien" / Bowie 70 /08.01.2017 / beatpol Dresden

09.12.2016

10.Dezember / Letzte Nacht im Freaks und Fremde Special - Hommage an David Bowie



LOVING THE ALIEN
Eine Landung auf dem Planeten Erde mit Songs von David Bowie
 10.12.2016 um 20 Uhr / Societaetstheater Dresden
In der Person von David Bowie liegt ein verstörender Charme, der uns interessiert.
Man schaue sich einfach das Gesicht von Bowie an: Bleich, zwei Augen, die in verschiedenen Farben leuchten, Haare in Orangerot und Züge, die so scharf geschnitten wie weich sind, schön und fremd. – Ein Außerirdischer mit der Aura der Einsamkeit des Superstars.
Den dramaturgischen Faden durch das Stück bilden die Songs von David Bowie, in den Arrangements von Sønderling.
Ausgangspunkt für das neue Stück der Cie. Freaks und Fremde ist das Schaffen des Popkünstlers David Bowie, die Suche nach der bei ihm immer wieder auftauchenden Figur des „Alien“ und die irritierende Feststellung, sich mitten in der gewohnten Welt auf einem fremden Planeten zu befinden.
Der Alien, der Fremde, ist bei Bowie immer wieder eine zentrale Figur.
Wie nimmt ein Fremder, ein Außerirdischer unsere Welt wahr?
Ist es nicht manchmal sogar sehr hilfreich und erhellend, eine solche Perspektive selbst einzunehmen, um uns und unser Tun in der Welt besser zu verstehen?
Vor den Augen der Zuschauer entrollt sich ein Panorama von Abgründen, Hoffnungen, Lebensentwürfen. Zu Gast im eigenen Leben.
Die Darsteller in dieser Versuchsanordnung sind Forscher und Versuchskaninchen zugleich, Entertainer, Projektionsfläche und Spiegel. Dabei bedienen sie sich verschiedener Materialien, Puppen, Projektionen und ihrer eigenen Körper. Wir landen auf der Erde und schauen uns um – „believing the strangest things – loving the alien …“



Das Team:
Sabine Köhler, Heiki Ikkola - Performance, Regie
Sønderling - Arrangements und Live-Musik
Nikolaus Woernle - Studio-Mixing und Mastering
Max Reiniger - Mitarbeit Regie
Suse Wächter, Ida Herrmann - Puppenbau
Peter Tirpitz - Bühnenbau
Marco Prill - Video
Josia Werth - Licht
Beate Oxenfahrt - Technische Einrichtung
Judith Hellmann - Produktionsleitung
Jean Sebastian Nass - Grafik, Fotos 

Die Inszenierung ist Teil einer mehrjährigen Kooperationsvereinbarung zwischen Cie. Freaks und Fremde und dem Societaetstheater Dresden.
Gefördert von Landeshauptstadt Dresden / Amt für Kultur und Denkmalschutz, Kulturstiftung Sachsen und Societaetstheater Dresden.


 
Presseschau:
Metaphorische Zeitreise zum Alien in uns
Freaks und Fremde mit einer Ode an David Bowie im Societaetstheater.

Von Andreas Hermann. Dresdner Neueste Nachrichten.
„Drei markante Gestalten lungern schweigend versonnen an einer schwarzen Bar. So trostlos wie sympathisch - und die optimale Ausgangslage für morgendlich abgefuckte Lebenssinnierende im abgeklärten Okzident. Es läuft leise Spacemusik im Langwellenmodus, der Wetterbericht wird nebenher in einzelnen Buchstaben gemorst.
So ist die Ausgangslage in einer musikalisch dominierten Zeitreise, die "Loving The Alien" heißt und als neunzigminütige Performance den Untertitel "Eine Landung auf dem Planeten Erde mit Songs von David Bowie" trägt. Sønderling alias Tobias Herzz Hallbauer stiftet die neuen Arrangements und die Live-Musik und liefert dabei die Grundlage für die Ode an seinen Helden.
Dass dies auch am Mikro kein Wagnis darstellt, bewies Hallbauer bereits bei einer Salomé  gewidmeten Landesbühnen-Schauspielproduktion im Mai. Nun, zur Bowie-Werkschau, die zeitlich rückwärts von "Bring me the Disco King" zu "Space Oddity", also von 2003 gen 1969 fließt, bieten die beiden Freaks-Köpfe Sabine Köhler und Heiki Ikkola, amtierende Kunstpreisträger Dresdens, die wie immer Regie und Performance verbinden, Ausflüge als Erkundungen von fremdem Terrain, wobei sie tendenziell absurde Sitten und Bräuche treffen oder bieten: Sie sind Menschenaffen, Tanzpuppen mit Plastikhaar, die in einer Zitaten- und Bewegungsschleife gefangen sind, oder Forscher mit weißen Schutzanzügen im Außeneinsatz, wobei jeder mit Staubsaugertorso rasch live und rund aufgepumpt wird. Dabei bieten sie Mimik, Dynamik und Komik, eine besondere Eleganz verströmt wie gewohnt ihr Puppenspiel.
Wer ihre "Songs For Bulgakow" gesehen hat, wird überrascht sein, denn "Loving The Alien" ist eine völlig andere Art, bei der vor allem die Präzision verblüfft. Einerseits bei dem steten schnellen und lautlosen Umzug plus Bühnenumbau im Dunkeln, andererseits bei vielen sprudelnden Szeneneinfällen. Dazu hat Bühnenbildner Peter Tirpitz drei schwarze rollbare Regale gebaut, die mit ihrer schwarzen Rückseite nicht nur als Baradaption, sondern auch als Tafel oder Mauer dienen, die Sønderling einmal statt Gesang hektisch mit Kreidetext bemalt oder auf der sich wundernde Primaten als liebenswerte Aliens tummeln. Auf der anderen Seite - wohlsortiert und gut beleuchtet - viele Utensilien, die immer wieder eingeflochten werden. Darunter eine Horde Aufziehspielzeuge, die auf dem Spieltisch kaum zu bändigen sind, aber ständiger Nachjustierung bedürfen.
Lang erwartet, aber natürlich erst zum Schluss kommt Major Tom ins Spiel - in Form von "Space Oddity", von Hallbauer im Duett mit sich selbst eingespielt.wie gesungen und von den beiden Spielern als schwebender David-Puppenflug vor einem Video symbolisiert. Allein dieser Abschiedssong und das Schlussbild inklusive der damit erzeugten Stimmung, die in eine Zeit führt, als man noch Hoffnung und echt vernunftbegabtes Leben in unserem Sonnensystem hatte und sich per Photonenkraft schnell zu ferneren Sternen sehnte, lohnen das Kommen. Dem Trio gelingt zudem eine wunderbar melancholische Schlusspointe.
Nach "Ruanda-Memory", "West-Östlicher Diwan # reloaded", "Good Bye, Eden" und "Songs For Bulgakow" wird das Societaetstheater nun mit einer fünften , wiederum im Sujet und Ausrichtung völlig anderen Produktion für die Idee belohnt, die dynamische Doppelkopf-Compagnie längerfristig ans Haus zu binden. Trotz der technischen Finessen allen gemeinsam ist die Liebe zum körperlich-ehrlichen Theater, das sich dabei nicht in Privatheit oder andere Trivialitäten flüchtet, sondern dem Betrachter immer offensiv auch die Schnittstelle zur gesellschaftlichen Relevanz liefert.“
Legenden vom Ende der Zeit
SAX Stadtmagazin, Dezember 2015


„[...] die Freaks meiden Beliebigkeit wie Klamauk und bieten immer ein körperlich-ehrliches, oft nachdenkliches, manchmal verstörendes Bühnenerlebnis, bei dem Zuschauen und -hören generell Freude macht. Und sie taugen dank packender Musik und unendlichem szenischem Ideenreichtum gut als Theater-Einstiegsdroge für junge Menschen.
Das war bei »Songs.für Bulgakow« so, dass ist nun bei »Loving the Alien« nicht anders. Dazu haben sie sich einen sehr musikalischen Sonderling auf die Bühne geholt [...] ein überbordendes Spiel aus Tanz, Mimik, Text und Gesang [...] mit Eleganz beim Puppenspiel. Eine metaphorisch aufgeladene Performance als Bilderrausch - aber ganz anders als die Bulgakow-Show.“
 

 Flucht in den Weltraum
Dresdens Kunstpreisträger zelebrieren mit „Loving the Alien“ eine Hommage an den Popstar David Bowie. - 24.11.2015 Sächsische Zeitung
 „Ein Bildkonzert, so kann man das nennen, was der Musiker Sønderling und die Dresdner Theatercompany Freaks und Fremde im Societaetstheater auf die Bühne stellen. [...] Sønderling, das ist der Dresdner Musiker Tobias Herzz Hallbauer, der seine Zuneigung zu David Bowie schon mehrfach auf der Bühne auslebte. Sein Einmann-Elektroorchester schafft einen Klangteppich, aus dem er Lieblingsstücke von Bowie aufsteigen lässt. [...] Die Company Freaks und Fremde wurde im Mai mit dem Dresdner Kunstpreis bedacht. Das ließ aufhorchen, weil diese Ehrung bisher eher für gesetzte, etablierte Künstler als für solche aus der Szene infrage kam. Belohnt wurde damit auch das Streben nach inhaltlicher Relevanz, das die beiden bei aller Verspieltheit in ihren Projekten an den Tag legen. Dabei ist Heikki Ikkola nicht nur Performer, sondern auch künstlerischer Leiter des Schaubudensommers. „Loving the Alien“ hat viel vom Charme der Budendarbietungen, ein Angebot an die Sinne, ein surreales Wechselspiel der Szenen, aber auch eine Fluchtchance aus dem alltäglichen Diskurs.“


Planet der Affen – für Cie. Freaks und Fremde ist »Loving the Alien« ein Kinderspiel
21. November 2015 DRESDNER Kulturmagazin

„Schon die Begrüßung fällt befremdlich aus: Sabine Köhler, Heiki Ikkola und Tobias Herzz Hallbauer alias Sønderling lümmeln an einem Tresen, dem Publikum die kalte Schulter oder besser den Rücken zugewandt. Edward Hoppers »Nighthawks« winken da mal kurz rüber. Da kann gleich ohne großes Vorgeplänkel in die Vollen gegangen werden. Sønderling klemmt seine androgyne Gestalt mit dem blonden Igel und den dunkel geschminkten Lippen hinters Mischpult und gibt für den Rest des Abends den Ton an. Seine Arrangements von Songs David Bowies tragen, Gott sei es gedankt, tatsächlich eigene Handschrift. Auch gesanglich versucht er nicht, Bowie zu imitieren. Wozu auch? Ebenso eigenwillig fällt die Performance von Sabine Köhler und Heiki Ikkola aus. Es wäre vielleicht ein Leichtes gewesen, Bowies Texte einfach zu bebildern. Aber Freaks und Fremde haben eine eigene Meinung. Und mit der landen sie in ihrer neuen Arbeit eben auf der Erde und versuchen den Blick von außen. [...] Der Zuschauer betrachtet dieses Betrachten und betrachtet Werden und betrachtet die Sache selbst. Die liegt zwar bekanntlich im Auge des Betrachters, aber so betrachtet kommt niemand umhin, das Fremde als fremd einfach anzunehmen. Tut man das, geschieht im nächsten Schritt nämlich automatisch etwas ganz Besonderes.“