29.05.2017

Zum Spielzeitabschluss: FREAKSTADT N°3 / UTOPIEN - 22.-25.Juni 2017

Liebe Freunde der unbequemen Unterhaltung! 
Bevor wir alle in die Ferien rauschen, reißt die FREAKSTADT im Societaetstheater Dresden noch einmal ihre Pforten auf, das monatliche Theater-Musik-Begegnungs-Wochenende der Cie. Freaks und Fremde. Wir spielen aus unserem neuesten Repertoire und haben Gäste eingeladen, um über Utopien nachzudenken, zu fabulieren, zu spinnen, zu tanzen, zu träumen. Die Bar ist geöffnet, die Bühne gewischt, das Personal gewaschen und parfümiert. Kommt, seht und verweilt!

Donnerstag, 22.Juni 2017
20.00 Uhr  
"Die Känguru-Chroniken" von Marc-Uwe Kling 
in der Produktion des Hoftheaters Dresden.
Diese Inszenierung haben wir zusammen mit unserem langjährigen Freund und Darsteller-Kollegen Dirk Neumann erarbeitet, der diesen Solo-Abend zu einem tiefsinnigen und witzigen Feuerwerk aus Puppenspiel und Schauspiel macht, den er mit großem Erfolg am Hoftheater Dresden spielt - nun zieht das Känguru in die Freakstadt ein und verbreitet seine ganz eigenen Utopien ....

22.00 Uhr
"Kontaktaufnahme"
Die Tänzerin Yamile Navarro und die Performerin Sabine Köhler präsentieren gemeinsam mit unserem Musiker-Kollegen Daniel Williams eine sinnlich-aufreibende Performance zum Thema Utopien, die zwischen Improvisation und Erfahrungen der Künstlerinnen miteinander chargiert.

Freitag, 23.Juni 2017 
20.00 Uhr
"Der Bau" von Franz Kafka
Die neue Inszenierung der Cie. Freaks und Fremde für alle, die die Premiere verpasst haben. 
Die Presse sagt: "Köhler und Ikkola sind verflochten mit der von ihnen geführten Puppe, aber auch im Spiel miteinander. So entsteht tatsächlich ein Sog in diese erdenschwere Paranoia hinein, die durch Kafkas Text entworfen wurde. Die Musik(Komposition und Live-Sound-Design: Daniel Williams) spielt dabei eine tragende Rolle, bis hin zur akustischen Verzerrung. Sie ist ständig essentieller Teil der Szene." (DNN) 
"Konzentriert und mit sparsamen Mitteln gestalten die Spieler diesen düsteren Text. ... Sie schaffen einen Abend, der sich ganz dem Text verschreibt und diesen mit starken Bildern ergänzt. Die ganze Zeit über rieselt ein Sandstrahl von der Decke, im Schlummerlicht dramatisch beleuchtet. Nebel befeuchtet die Luft, so ist für die Zuschauer das Gefühl modriger Düsternis ganz körperlich spürbar. - Natürlich handelt dieser Text von jemandem, der sich vor Angst abschottet, und natürlich hätte man das ganz wunderbar auf das Heimat-Thema herunterinszenieren können. Doch gerade weil Ikkola und Köhler in keinem Moment irgendwo moralisch herumfuchteln, wirkt der Abend so drastisch, dass man sich keine der 90 Minuten langweilt." (Sächsische Zeitung)


 
22.00 Uhr
UTOPIEN LEBEN
Gelebte Utopien in und um Dresden im Gespräch - ein Mehrgenerationen-Haus un Quohren, das Zentralwerk in Pieschen, das Netzwerk der Cie. Freaks und Fremde...  

Samstag, 24.Juni 2017
20.00 Uhr
"FREAKSTADT-SAGA N°3: UTOPIA"
 Tänzer, Schauspieler, Puppenspieler und Musiker spielen sich um Kopf und Kragen, erfinden vor den Augen der Zuschauer ihre Szenen und versuchen sich an einer einer wunderbaren Utopie des Zusammenspiels.
Mit: Sabine Koehler, Heiki Ikkola, Frieder Zimmermann, Yamile Navarro, Jule Oeft, Ariella Hirshfeld, Ahsan Nadeem Sheikh ...
21.30 Uhr
Live-Film-Vertonung
Mensch - Utopie und Abgrund mit Marco Prill und Nikolaus Woernle.
 

Sonntag, 25.Juni 2017
20.00 Uhr
"LOVING THE ALIEN. Eine Landung auf dem Planeten Erde mit Songs von David Bowie."
 Mit unserem wunderbaren David-Bowie-Stück beenden wir die Spielzeit 2016/2017 - und laden zum Mitsummen und Staunen ein. - On stage: Sabine Koehler, Heiki Ikkola, Tobias Herzz Hallbauer alias Sønderling.
Anschließend Überraschungskonzert im Foyer!   


TICKETS:
16 € / erm. 12 € / Theatercard, Schüler, Studenten: 6,50 €
Zum Online-Verkauf (plus VVK-Gebühr): KLICK!
Oder einfach eine e-mail an: office@freaksundfremde.de

 
 

28.05.2017

LOVING THE ALIEN at the International Theatre Festival "Valise" in Łomża


Once again we go to perform in Poland.
This time we are happy to visit the International Theatre Festival "Valise" in Łomża and present our performance:

LOVING THE ALIEN.
A landing on planet earth with songs by David Bowie.
June 1st, 2017 at 6.30 p.m.
in the Puppet and Actors Theatre Łomża


The Tour Team:
Performance - Sabine Koehler, Heiki Ikkola
Live-Music - Tobias Herzz Hallbauer as Sønderling
Light-Design - Josia Werth
Technical Support, Video - Beate Oxenfart 
A concert performance, a stage music clip - however you want to call it - we search for the Alien and different perspectives on our planet, as strangers. We go on a ride with the thin white duke, Major Tom, the D.J. - questioning what is strange and what is normal. 
Is there life on mars, are we still alive and who is the man in the grey suite?
We are looking forward to visit Poland and its hospitality again, to meet colleagues from all over Europe. And after the trip we are hopefully not deranged.

See you in Łomża!


21.05.2017

Presseschau zu unseren neuen Inszenierung: "DER BAU" von Franz Kafka

Liebe Freunde der unbequemen Unterhaltung!
Hier ist die erste Presseschau zu unseren gerade eben herausgekommenen Inszenierung "DER BAU" von Franz Kafka. Die Fotos sind von André Wirsig.

Der nächste Spieltermin:
23.Juni 2017 / 20.00 Uhr / Societaetstheater Dresden


Pas de trois im Untergrund.
Die Cie. Freaks und Fremde lud ins Societaetstheater zu Kafkas "Der Bau"
von Torsten Klaus / Dresdner Neueste Nachrichten

"Es ist eins der Werke, an denen Franz Kafka bis zu seinem frühen Tod 1924 gearbeitet haben muss. Als Indiz dafür gilt ein Bruch am Ende, ein offen gebliebener Satz , den Kafkas Freund Max Brod ausformulierte. Danach brachte Brod "Der Bau" wie zahlreiche andere Kafka-Texte publikationsmäßig unters Volk, trotz einer klaren gegenteiligen Verfügung Kafkas. Auch an der Bewertung dieses Verhaltens, ähnlich der vieler Kafka-Texte, arbeiten sich Literaturwissenschaftler seit Generationen ab.
Dem fragmentarischen "Bau" hat sich  nun auch Dresdens Compagnie Freaks und Fremde gewidmet, ihn als Teil ihrer aktuellen zweiten Freakstadt im Societaetstheater zur Premiere gebracht. Es ist der Monolog eines Tieres, das sich einen weitläufigen Unterschlupf gegraben hat und sich um dessen Beschsffenheit und damit um die eigene Sicherheit in ständiger Sorge befindet. Auf die Bühne kommt alles ohne Zeitgeisteleien, was bei Kafka auch nicht Not tut. Er hat in seinen Texten schließlich unvergleichliche Räume geschaffen, denen sich das Attribut metaphorisch wie von allein zugesellt.. 
Freaks und Fremde in Gestalt von Sabine Köhler und Heiki Ikkola werden nicht nur zu diesem namenlosen Tierwesen, indem sie sich den Text immer wieder zuspielen, ihn überlappen lassen, ihn auch mal gleichzeitig sprechen. Sie machen das Ganze darüber hinaus zu einem Pas de trois - mit einer menschlichen Puppe, die beide oft parallel führen. Auf sie ist das Auge des Zuschauers gerichtet, sie avanciert zum Star des Abends. Und was bei Kafka Tier war, wir hier über die Puppe zum Menschen.
All das spielt - fast zwangsläufig, möchte man meinen - im Keller des Theaters. Der Weg hinab als der passende Prolog einer Hinführung zum Bau. Selbst wenn der in diesem Fall weniger Klaustrophobisches an sich hat, eher ein Ort merkwürdiger Heimeligkeit ist.
Schon früh gelingt, durch geschickte Lichtprojektion, Erde von der Decke dieses Baus zu rieseln. Auch hier, am Ort trügerischer Sicherheit, ist nichts ewig. Mit dieser Botschaft muss dieses Mensch gewordene Tier leben. Nicht einmal seine andauernde Arbeit in den unterirdischen Gängen, an den Wänden und Schlafplätzen, kann den Verfall aufhalten.
Dieser Verfall spiegelt sich im Zweiel dieses eigenartigen Bau-Bewohners. Anfangs noch darüber, ob der Eingang zur Höhle gut genug getarnt ist. Wer so fragt, hat den möglichen Angriff eines diffusen Gegners vor Augen. Das gilt ebenso bei der Frage, ob ein zentral angelegter unterirdischer Vorratsplatz besser sei als viele dezentrale. Solche Pläne wälzt das Wesen, macht sich ständig Gedanken, springt zwischen Freude am eigenen Werk und Verzweiflung darüber, es an wen auch immer verlieren zu können. Manchmal geht es soweit, einen Gegner herbeizuwünschen, ihn zu attackieren, "damit ich endlich einem Rasen hinter ihm her, frei von allen Bedenken, ihn anspringen könnte, ihn zerbeißen, zerreißen, zerfleischen und austrinken und seinen Kadaver gleich zur anderen Beute stopfen könnte."
Zu Beginn sitzen Köhler und Ikkola unter Neonröhren, am Ende werden sie in diese Position zurückkehren. Im Vordergrund zwei längliche Podeste, mi deren Hilfe sich alles zeigen lässt, was diesen Bau so besonders macht. Links und rechts begrenzen dunkle, leicht zur Bühne hin geneigte Wände das Geschehen, sie werden auch zur Projektionsfläche für Schattenspiele, womit der Höhlencharakter des Ortes untermauert wird.
Köhler und Ikkola sind verflochten mit der von ihnen geführten Puppe, aber auch im Spiel miteinander. So entsteht tatsächlich ein Sog in diese erdenschwere Paranoia hinein, die durch Kafkas Text entworfen wurde. Die Musik(Komposition und Live-Sound-Design: Daniel Williams) spielt dabei eine tragende Rolle, bis hin zur akustischen Verzerrung. Sie ist ständig essentieller Teil der Szene.
Bei Erscheinen des Kafka-Textes 1928 war eine naheliegende Interpretation die des einschneidenden Weltkriegs, der später der Erste genannt werden sollte. Heute liegen die Lesarten anderswo, in einem mehr und mehr ausgeübten Ausgrenzen der Welt. Wer ständig nur den Monolog übt, dreht durch. So auch Kafkas Wesen, das sich am Ende immer mehr der Furcht vor einem nicht näher bestimmbaren Zischen hingibt, dessen Quelle einfach nicht auszumachen ist.
Dieser Bau ist kein zu Ende gegrabenes Heim, er ist vielmehr ein Käfig der Ängste. Das Wesen, das sich darin wohlich eingerichtet hat und wohl fühlt, schließt sich selbst ein und damit selbst aus von der Welt. Der Verlust dieser Behausung, selbst wenn sie die Form eines unterirdischen Labyrinths hat, wiegt ihm schwerer als die Neigung, den Ort mit jemandem zu teilen. Diese Tragik dauert an."

Kafkas "Bau" kann man körperlich spüren.
In Dresden sind die Freaks los: Theater, Tanz und allerlei mehr ein ganzes Wochenende lang
Von Johanna Lemke / Sächsische Zeitung

"Auftreten, Applaus ernten, nach Hause gehen. Dieses Schicksal eines freien Theatermachers, der ab und zu in Theatern zu Gast ist, war Heiki Ikkola leid. Beim Dresdner Societaetstheater darf er nun einmal monatlich vier Tage am Stück das Hochgefühl spüren, bei dem von ihm und seiner Compagnie erdachten Festival Freakstadt. Heiki Ikkola ist einer der Kämpfer für das Dresdner Theaterfest Schaubudensommer, und ein bisschen von dem Freiluft-Spektakel weht in der Freakstadt, die nun einmal im Monat stattfindet: Es gibt handgemalte Programmzettel, geschmierte Brote in der Pause, und was als Nächstes läuft, steht an der Holztafel im Foyer. Eine Schauspielerin steigt auf die gezimmerte Speaker's Corner und deklamiert pathetisch. ...
Unten, in der Kleinen Bühne, hat Ikkola selbst zu tun. Er hat gemeinsam mit Sabine Köhler Franz Kafkas "Der Bau" inszeniert. Dabei handelt es sich um eine dichte Inszenierung mit Ikkola, Köhler und einer Puppe. Diese ist mal stummer Beobachter der Szene, mal wird sie von den Spielern bewegt. Dann ist sie die zwanghafte Figur in Kafkas unvollendeter Erzählung, die mit der Stirn eine Höhle, den "Bau", in die Erde geschlagen hat, "eine Vielzahl von Gängen und Plätzen". Gut versteckt vor dem Außen - denn "kann ich denn, trotz aller Wachsamkeit, nicht von ganz unerwarteter Seite angegriffen werden"?
Konzentriert und mit sparsamen Mitteln gestalten die Spieler diesen düsteren Text. ... Sie schaffen einen Abend, der sich ganz dem Text verschreibt und diesen mit starken Bildern ergänzt. Die ganze Zeit über rieselt ein Sandstrahl von der Decke, im Schlummerlicht dramatisch beleuchtet. Nebel befeuchtet die Luft, so ist für die Zuschauer das Gefühl modriger Düsternis ganz körperlich spürbar.
Natürlich handelt dieser Text von jemandem, der sich vor Angst abschottet, und natürlich hätte man das ganz wunderbar auf das Heimat-Thema herunterinszenieren können. Doch gerade weil Ikkola und Köhler in keinem Moment irgendwo moralisch herumfuchteln, wirkt der Abend so drastisch, dass man sich keine der 90 Minuten langweilt."


15.05.2017

FREAKSTADT N°2 - "Home Sweet Home" - Heimat und Erinnerungen

+ + + FREAKSTADT + + +
ist das neue monatliche Format der Cie. Freaks und Fremde im Dresdner Societaetstheater.
Ausnahmeszustand im Barockviertel, das Theater verändert für vier Tage sein Gesicht und kommt ganz zu sich selbst - Experiment, Zuschauernähe, Gespräche, Tanz, Musik, Texte, Interventionen, neue und gereifte Stücke der gastgebenden Compagnie neben wunderbaren Gästen aus aller Welt.


Die zweite Ausgabe der FREAKSTADT mit dem Titel "Home Sweet Home" widmet sich dem Thema Heimat und Erinnerungen - Konzert, Experiment, Literatur, Film und Familientheater unter einem Dach.
Special guests werden am 20.05.2017 BOBO UND HERZFELD nebst ZABELOV sein - das wunderbare Trio, das einen musikalisch atemberaubenden Blick auf die Lieder der Romantik wirft - bezaubernd entrückt und dennoch zeitgenössisch, poetisch, suchend und nicht selten mit einem Groove, der diese Lieder ganz heutig werden läßt.
Zudem präsentiert die Cie. Freaks und Fremde mit Franz Kafka's "DER BAU" die Premiere ihrer neuen Produktion.
Außerdem freuen wir uns, dass parallel zur Freakstadt the guts company im Societaetstheater noch einmal ihre Produktion "Das Eigene / Heimat" zeigt - und so weitet sich der poetische Diskurs zum Thema Heimat zu einem kleinen Festival! 

DAS PROGRAMM:
Donnerstag - 18.05.2017
20.00 Uhr - Premiere "DER BAU" F.Kafka (Cie. Freaks und Fremde)
22.00 Uhr - Film "SOUND OF HEIMAT" (Arne Birkenstock)

Freitag - 19.05.2017
20.00 Uhr - Theater "BER BAU" F.Kafka (Cie. Freaks und Fremde)
22.00 Uhr - Szenische Lesung "Magic Willy Magic" (Al Huschty)

Samstag - 20.05.2017

20.00 Uhr - Theaterserie "FREAKSTADT-SAGA" (Freaks und Freunde)
21.30 Uhr - Konzert "BOBO UND HERZFELD nebst Zabelov - LIederseelen"

Sonntag - 21.05.2017
19.00 Uhr - Theater "Die Geschichte vom Fuchs, der den Verstand verlor" 

(Cie. Freaks und Fremde)
anschließend ABENDBROT mit Künstlern und Gästen im Foyer
- Live-Film-Vertonung "Home Sweet Home" (Marco Prill / Daniel Wiliams)
- Florian Mayer zelebriert, adaptiert, karikiert und virtuosiert Nationalhymnen auf der Violine!

Jeden Abend Speaker's Corner und Freak-Bar / und Platz für Interventionen.


Tickets gibt es direkt beim Societaetstheater oder über office@freaksundfremde.de!
SAVE your Tickets now.

10.05.2017

Premiere DER BAU. Kafka. 18.Mai 2017



Liebe Freunde der unbequemen Unterhaltung!
Die Cie. Freaks und Fremde lädt zur Premiere ihrer neuen Theaterproduktion ein und präsentiert ihre Bühnenfassung von Franz Kafkas Erzählung "DER BAU", Kafkas Text entstand in einer Nacht und ist ein Fragment geblieben und vielleicht gerade deshalb so reizvoll, wir folgen ihm auf diesem Trip, Vision und Albtraum zugleich.

18. / 19.Mai 2017 um 20.00 Uhr
Societaetstheater Dresden
im Rahmen der Freakstadt N°2 "Home Sweet Home" 
 DER BAU
 von Franz Kafka



Ein Hörstück für zwei Stimmen, eine Puppe und einen Sounddesigner. Zeitlos schrecklich und tief sind die Ängste Franz Kafkas. Die Gedanken von Kafkas Baubewohner offenbaren ein von Vorurteilen geprägtes manisches Sicherheitsbedürfnis, das dieser Tage wieder durch die Köpfe und Diskurse geistert und unmenschliche Konsequenzen hat.






Der Baubewohner weiß, was richtig und falsch ist. Mit seiner Stirn hat er sich ein Paradies in den Waldboden gegraben und lebt dort in sicherer Entfernung zur Gesellschaft.

„Dein Haus ist geschützt, in sich abgeschlossen. Du lebst in Frieden, warm, gut genährt, Herr, alleiniger Herr über eine Vielzahl von Gängen und Plätzen, und alles dieses willst du hoffentlich nicht opfern, aber doch gewissermaßen preisgeben …“

Ausbesserungsarbeiten und genüssliches Flanieren durch die Vertrautheit seiner Gänge und Plätze bestimmen sein Dasein. In der Ruhe seines Baus kann er aufatmen, kann in wohligen Schlaf sinken auf seinen angesammelten Vorräten. Er ist stolzer Herrscher des selbsterschaffenen Reichs, Erbsenzähler und Medium flirrender Angst in allen Schattierungen. So sehr er sie ignorieren will – es gibt sie doch, die Welt dort draußen. Sie werden kommen. Sie wollen ihn, sie wollen teilhaben an seinem Wohlstand, ihn vernichten ...

Doch wer ist „er“ und wer sind „sie“? – Ein Theaterthriller über Isolation, Angst und Einsamkeit.



Team:

Idee, Ausstattung, Performance - Sabine Köhler, Heiki Ikkola
Komposition, Live-Sound-Design - Daniel Williams
Lichtdesign - Bernd Krakowsky


Die Freakstadt N°2 "Home Sweet Home" vom 18. bis 21.05.2017 bietet außerdem die Freakstadt-SAGA, eine wunderbare Lesung mit Al Huschty, Filme, ein Konzert mit dem Ausnahme-Trio Bobo-Herzfeld-Zabelov, Familientheater am Sonntag, den Teufelsgeiger Florian Mayer und und und ...


09.05.2017

Die Geschichte vom Fuchs, ... in Bayern und Dresden

Die Geschichte vom Fuchs, der den Verstand verlor / Martin Baltscheit

Liebe Freunde der unbequemen Unterhaltung!


DIE GESCHICHTE VOM FUCHS, DER DEN VERSTAND VERLOR 
Ein musikalisches Theaterstück über das Altwerden, das Vergessen, über gelebtes Leben und das, was bleibt. 
Ein Darstellerpaar, ein Musiker und eine Welt aus lebendigen Erinnerungen entfalten einen Lebenslauf: Es war einmal ein Fuchs, der wusste alles, was ein Fuchs so wissen muss. Wer alles weiß, kann lange leben, dachte der Fuchs, und lebte ein langes Leben voller Abenteuer. Dann aber vergaß der Fuchs, dass er ein Fuchs war… 
21.Mai 2017 um 19.00 Uhr / Societaetstheater Dresden
im Rahmen der FREAKSTADT N°2 / "Home Sweet Home"
Danach Abendbrot im Foyer / Nationalhymnen gespielt vom Teufelsgeiger Florian Mayer / Filmvertonung mit Marco Prill und Daniel Williams

Der Düsseldorfer Autor Martin Baltscheit hat diese Geschichte aufgeschrieben und schildert das Problem der Demenz mit Witz, Einfühlungsvermögen und Melancholie.
In seinen besten Jahren gibt der schlaue Fuchs seine Erfahrungen an die Jungen weiter, wird schließlich alt und vergesslich, bis er vom Baum fällt. Und nun verspotten ihn diejenigen, die einst vor ihm davonliefen. Und den Hunden des Jägers, die er als jugendlicher Zorro hinters Licht führte, droht er zur leichten Beute zu werden. - Die jungen Füchse aber pflegen ihn und heilen seine Wunden. Nur seinen Verstand, den heilen sie nicht, denn den hat der Fuchs verloren und keiner weiß genau wo …
Im Zentrum der Bühne steht ein ausgestopfter Fuchs - ein gelebtes Leben, das vor den Augen der Zuschauer noch einmal abschnurrt. Doch die große Uhr, die über allem hängt, gerät ins Stocken, läuft rückwärts und die Zeit bekommt Risse.
Konkurrierend, sich ergänzend und spiegelnd erzählen, singen, tanzen und erinnern sich die Darsteller durch dieses Abenteuerleben. Das letzte Abenteuer ist das Vergessen und die Geschichte endet wie sie begann: mit einem Foxtrott.
Eine Inszenierung für ein generationsübergreifendes Publikum (ab 6 Jahre).

Team:
Idee, Ausstattung, Spiel: Sabine Köhler, Heiki Ikkola
Komposition und Live-Musik:Frieder Zimmermann
Mitarbeit Regie: Rüdiger Pape
Dramaturgie: Jutta M. Staerk
Künstlerische Mitarbeit: Max Reiniger
Lichtdesign: Josia Werth
Fotos, Grafikdesign: Jean Sebastian Nass

Eine Koproduktion mit dem Comedia Theater Köln.
Gefördert durch:
Fonds Darstellende Künste, Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank, Robert-Bosch-Stiftung, das Land NRW aus Mitteln des Projektes Workspace.

 Weitere Vorstellungen:
12.Mai 2017 um 11.00 und 16.00 Uhr / Bosco Gauting
13.Mai 2017 um 17.00 Uhr / Kupferhaus Planegg